Arbeitsalltag als Abgeordneter:
Der Freitag ist meist Wahlkreis-Tag

9.15 Uhr

Ich fahre mit meiner Frau in die Stadt, setze sie an ihrem Steuerbüro ab und weiter zur Post. Mein Postfach dort macht mich unabhängig von der Postzustellung Zuhause. Etwa fünfzig Briefe erhalte ich auf diesem Wege in der Woche.

10.00 Uhr

Gespräch mit meinem Büroleiter Sven Müller oder meiner Mitarbeiterin Sabine Günther im Bürgerbüro in Bad Oldesloe. Was liegt an? Was läuft heute, was in der nächsten Woche? Herr Wiegard, Sie haben mir immer noch nicht die Geburtstagsglückwünsche unterschrieben. Die Zeit drängt jetzt.

Bürgernähe bedeutet mehr als die Präsenz auf Konferenzen und Festen. Deshalb besuche ich ständig Betriebe, Vereine und Verbände, Verwaltungen, Bürgermeister, soziale Einrichtungen usw. Denn im persönlichen Gespräch erfährt man einfach mehr Einzelheiten, kann nachfragen und Anregungen, Wünsche und Kritik besser aufnehmen, die einem sonst keiner schreiben würde. Dieser Betreuung meines Wahlkreises widme ich einen Großteil meiner Zeit, nicht nur in Wahlkampfzeiten.

Dafür ist der Freitag gut geeignet, weil – außer in Plenarwochen – keine Termine in Kiel anstehen.

16 Uhr

Wenn der Nachmittag frei ist:
Gemeinsamer Einkauf in der Stadt. Minimal. Wochenmarkt. Bei Lauschke eine Lachsfrikadelle für meine Frau, einen Bismarck für mich. Zum Kartoffelmann. Bei Sven für jeden eine Thüringer. Salat und Gemüse vom Stand gegenüber. Ein paar leckere Kleinigkeiten vom Italiener. Dann zu Kloppenburg. Und zu Edeka Süllau.

20 Uhr

Wenn der Abend frei ist:
Ein schönes Essen bei Michele, oder bei Mama im Le Delicie oder in Lübeck oder in Hamburg. Toll, dass wir so dicht an den Metropolen leben.

Ministerarbeitstag Aus dem Archiv:
Abgeordnetenarbeitstag bis 2005